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Zur Sache: Zeiskam - Offenbach +++ Rückblick

Viele Fragen, hier die Schilderung des TB Jahn

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Jahn Zeiskam – FSV Offenbach 0:1 (0:1)

Verdient nahmen die Gäste im Derby die Punkte mit. Sie investierten mehr als die Gastgeber, die ihren Anhang enttäuschten. Das „goldene“ Tor schoß Ullmeyer, nachdem Heß, eine abgefälschten Schuß abgewehrt hatte (25. Min.). Vom Schwung, gezeigt am vorherigen Spieltag beim VfL Neustadt, war beim Gastgeber nicht mehr viel zu sehen. Die Abwehr spielte zu oft nur quer, um dann, nachdem sich dann die Gäste, mit ihrer überragenden Innenverteidigung Ullmeyer-Weiß, formiert hatten, lange, hohe Bälle zu spielen, die ein gefundenes Fressen für die Gästeabwehr waren. Im Mittelfeld riß niemand das Spiel an sich und der Angriff war nur ein laues Lüftchen. Auch Liginger blieb unter seinen Möglichkeiten, auch wenn  er durch zwei spektkuläre Aktionen seine Klasse andeutete. Pech war, daß er aus kurzer Distanz an Torwart Kuntz scheiterte, das hätte der Ausgleich sein müssen und die Wende sein können (52. Min.).

In der 68. Min. setzte er aus „unmöglichem“ Winkel den Ball auf die Querlatte, der Torhüter hätte den Ball nicht mehr erreicht. Der Gipfel jedoch 10 Min. vor Spielende: Aus der eigenen Hälfte drosch er den Ball über 60 m in den Winkel des Offenbacher Tores, nachdem er sah, daß der Torhüter zu weit vor seinem Kasten steht. Der Schiri gab das Tor, nahm es aber nach vierminütiger Diskussion (!!!) mit den Spielern wieder zurück.

Diese Entscheidung, die auch von mehreren anwesenden Schiedsrichtern und Verbandsfunktionären auf Unverständnis stieß, wirft jedoch einige Fragen auf, die der Unpar-

teiische, so weit sie das Gespann betrafen, leider offen ließ:

-          Warum haben die Offenbacher, als sie über eine Strecke von mehr als 60 m im Ballbesitz waren, nicht diesen ins Aus gespielt? Von der Abwehraktion Tolgas bis zum Tor war mehr als 1 Minute vergangen. Denn der Gästeangriff endete mit einem Foul von Bittner an Torwart Steffen Heß am Zeiskamer Strafraum, das ihm die gelbe Karte einbrachte.

-          Warum hat bei dieser Unterbrechung, die gut eine halbe Minute dauerte, keiner der beiden Assistenten, Offenbacher Spieler und die Betreuer von der Bank den Schiri darauf hin gewiesen, daß ein Spieler am Boden liegt?

-          Warum hat man, als die Zeiskamer, den frei gegebenen Freistoß ausführten, nicht diese aufgefordert den Ball ins aus zuspielen, nachdem die eigenen Mannschaft das versäumt hatte?

-          Warum ist der zuständige Schiri-Assistent nach dem Tor spontan Richtung Mittellinie gelaufen, ohne seine Fahne zu heben.

-          Warum hat dieser Assistent erst den Schiri „angepiepst“, nachdem er vom Offenbacher Kapitän und dort stehenden Offenbacher Anhängern - zwei drangen sogar auf den Platz ein - heftig angegangen wurde?

-          Warum war der Schiri, trotz Zusage, nicht mehr bereit, den Zeiskamer Verantwortlichen nach dem Spiel Rede und Antwort zu stehen?

-          Warum hat der Schiri und auch sonst niemand, als der Ball Richtung Tor flog, den Verletzten liegen sehen?

-          Warum wurden die Namen des Schiedsrichters und der Assistenten, nach dem Spiel

aus www.fussball.de heraus genommen? Hat das der Schiedsrichter, als er die Daten zum Spiel dort eintrug womöglich selbst vorgenommen?

Die Vereinsführung stellte Überlegungen an, diese Fragen klären zu lassen. Dabei ist nicht nur das Ergebnis Motivation. Denn die Zeiskamer sind, bei ihrem Punktestand, jenseits von Gut und Böße. Denn aufsteigen wollen und können sie wohl auch nicht und von einem evtl. Abstieg kann auch keine Rede sein.

Thorsten Reiter
15.03.2013