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"Ausflug" nach Waldalgesheim

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„Ausflug“ nach Waldalgesheim

Wohl mit gemischten Gefühlen fuhren Mannschaft und einige unentwegte Fans 120 km an einem Mittwoch-Abend nach Waldalgesheim, um sich am 20 Uhr angesetzte Nachholspiel gut aus der Affäre zu ziehen. An die Gastgeber hatte man keine gute Erinnerung, schlugen sie doch in der Vorrunde hoch verdient den damals noch verlustpunktfreien TB Jahn und haben seither 20 Mal nicht verloren. Wo liegt das 4000 Einwohner zählende Dorf? Direkt an der A 61, noch ein gutes Stück nördlich von Bingen, die BAB-Abfahrt Stromberg-Waldalgesheim weist den Weg dort hin. Offensichtlich ein fußballverrücktes Dorf, mit einem, wie man hörte, sehr sportfreundlichen Bürgermeister und Gemeinderat. Die tolle Sportanlage, 2 Rasenplätze und ein Kunstrasenplatz, zwei Flutlichtanlagen, wurden von der Gemeinde gebaut und werden von ihr auch unterhalten. Drum herum hat der Verein seine Infrastruktur aufgebaut, darunter auch eine ca. 300 Zuschauer fassende Tribüne, die kurioserweise nicht auf der Breitseite des Hauptspielfeldes sondern hinter einem Tor steht. Auffallend die auf Stahlständern aufgebaute, ca. 270 lange, Solaranlage. Drunter können die Besucher witterungsgeschützt parken. Trikot-Sponsor JUWI lässt grüßen.

Auch das Publikum fiel angenehm auf, 140 Leute waren, trotz des Bayern-Spiels in Turin, gekommen. Keine unsachlichen Zurufe für die gegnerischen Spieler oder den Schiedsrichter, als man merkte, daß man wohl heute mit einem Pünktchen zufrieden sein. Gut mundende Bratwürste und Frikadellen – wer hatte schon zu Abend gegessen, als es um 17 Uhr (Spieler) bzw. 18 Uhr (Fans) auf die lange Reise ging – rundeten den guten Eindruck, den man von Waldalgesheim gewinnen konnte, ab. Ein Trost für alle, die erst gegen Mitternacht wieder daheim waren.

 

(Roland Humbert)

Thorsten Reiter
11.04.2013