Spielbericht: TB Jahn I - Arminia Ludwigshafen (1:1)

Gegen Ende der vorigen Woche hofften die Zeiskamer, dass der angekündigte Regen nicht üppig ausfällt und somit das Heimspiel gegen den Meisterschaftsmitfavoriten über die Bühne gehen kann. Der Platz, von Erich Diehl, Josef Beck und Co bestens vorbereitet, birgt immer noch viel Winternässe. Erst am Sonntag Vormittag gab die Platzkommission grünes Licht. Ansonsten hätte das Spiel auf dem Bellheimer Kunstrasen um 18 Uhr ausgetragen werden müssen. Der SWFV hatte deutlich den Verein „verdonnert“, unbedingt zu spielen , evtl. auch auswärts. Das ist einerseits verständlich bei 4 Spielen Rückstand, andererseits für den Verein sehr kostspielig, da dann mindesten 100 Zuschauer weniger kommen und auch noch Benutzungsgebühren zu zahlen sind. Außerdem wäre der Heimvorteil nicht gegeben.

 

Die Ludwigshafener Arminen, die seit einigen Jahren die Nr. 1 in der Chemiestadt sind, zeigten von Beginn an, dass sie die Favoritenrolle annehmen wollen. Die eingespielte Elf, mit vielen, in oberen Klassen bewährten, Akteuren war das spielerisch bessere Team, doch die von Trainer Sahin Pita aufgebotene Formation glich das mit großer Laufbereitschaft und vorbildlichem Kampfgeist aus. Die Platzherren, mit einer Fünferkette angetreten, störten immer wieder, so dass Arminia zu Chancen die aber nicht zwingend waren, kamen. Torwart-Routinier Steffen Hess war ein sicherer Rückhalt und strahlte Ruhe auf die Abwehr aus. Innenverteidiger Pascal Thiede konnte durch sein kluges Stellungspiel und durch seine Schnelligkeit einige Gefahrenherde im Keim ersticken. Vorne sorgten Kapitän Eric Biedenbach und Kadir Seker immer wieder für Nadelstiche. Völlig überraschend dann der Rückstand in der 30. Minute. Ein Fehlpass von Gino Padberg blieb nicht ohne Folgen: Torjäger  Nico Pantano hatte den „geschenkten“ Ball im Strafraum bereits ins „Nirgendwo“  gespitzelt, als es dann doch noch zu einer Berührung durch Eigengewächs Lukas Bauer-Humbert kam. Das ausgebuffte Schlitzohr fiel, die Folge ein Elfer, den Sebastian Lindner sicher verwandelte. Ein Rückschlag aber kein Schock. Die Hausherren glaubten an ihre Chance, wurden im 2. Spielabschnitt stärker, ein schöner Angriff,  wurde eingeleitet von Thiede mit einem langen Diagonalball. Neuzugang Henrik Streib, der etwas nervös begann aber dann immer sicherer wurde, leitete das Leder direkt weiter zu Philipp Mees und der ließ, mit einem strammen Flachschuss, dem guten Gästetorwart keine Chance. Nun wurden die Gäste wieder offensiver. Das bescherte den Einheimischen einige gute Kontermöglichkeiten, die aber wurden nicht konsequent zu Ende gespielt oder der entscheidende Pass kam nicht an. Auch ein Verdienst der Arminen-Abwehr, die sicher stand. Torbulent wurde es in den drei Minuten angezeigten Nachspielzeit, die der gute Schiedsrichter Florian Benedum (Mehlingen), aufgrund einer Behandlung um eine weitere Minute verlängerte. Und in dieser Minute brannte es nach einem Freistoß mit anschließendem Eckball nochmals lichterloh im Zeiskamer Strafraum. Die Gäste waren mit allen Mann vorne, der Ball wurde abgewehrt, die Zeiakmer hatten dann Gelegenheit in Überzahl einen Konter zu fahren, doch dann kam der Abpfiff. Beide Trainer waren mit dem Ergebnis einverstanden, für die Gastgeber war es zweifellos ein Bonuspunkt.


Es spielten: Hess – Streib (90. Koc), Bauer, Padberg, Thiede, Karl – Rapp (43. Sahin, 78. Toker), Kolb – Mees, Biedenbach – Seker;