Ein Leben für den Fußballsport

TB Jahn-Urgestein Erich Humbert feiert am 4. April seinen 70. Geburtstag. Seit über 55 Jahren ist er dem TB Jahn treu verbunden. Der leidenschaftliche Kicker spielte in der Jugend, war dann ein wichtiger Akteur der 1. Mannschaft. Zu dieser Zeit hieß es in Zeiskamer Fußballerkreisen: „Wenn der Eerle - wie er gerufen wird - in Form ist, spielt auch die Mannschaft gut“. Seit 45 Jahren übernimmt er im Verein Verantwortung in unterschiedlichen Positionen. So war er Schriftführer und erfolgreicher Spielertrainer der 1b-Mannschaft. Unvergessen das entscheidende Spiel gegen den TSV Venningen im Jahr 1981, das vor 800 (!) zahlenden Zuschauern gewonnen wurde, womit der Aufstieg in die B-Klasse, Kreis Landau, gesichert war. Viele Jahre war er Leiter der Alten Herren und stellvertretender Vorsitzender. Und er ist bis heute als Vorstand Wirtschaftsbetrieb, mit seiner Frau Ingrid, eine wichtige Säule im Vereinsleben. Eine Herkulesaufgabe, zumal das Clubhaus derzeit nicht verpachtet ist.

Die Leidenschaft für den TB Jahn liegt in der Familie. Sein allzu früh verstorbener Vater war 2. Vorsitzender, Bruder Klaus ebenfalls ein guter Spieler. Bruder Georg I arbeitete als Vorsitzender und zeichnet seit vielen Jahren für die Finanzen verantwortlich. Sohn Georg II, 15 Jahre Leistungsträger und Kapitän der Verbandsligamannschaft, führt den TB Jahn seit 2011.


Erich Humbert hat Humor, überrascht zu vielen Anlässen mit selbstverfassten Gedichten, natürlich in Zäskämer Mundart und hält seit vielen Jahren als „Kirweparrer“ die „Kirweredd“.

Der immer noch toppfitte Jubilar ist zu bewundern für sein starkes Engagement im Ehrenamt, denn seit früher Jugend ist er beruflich stark gefordert. Als sein Vater, der in 5. Generation die 1850 gegründete Schmiede führte, verstarb, da war Erich, der als Nachfolger vorgesehen war, gerade mal 13 Jahre alt. Der damals 80-jährige Opa wurde reaktiviert und hielt die Schmiede  am laufen. Erich lernte Landmaschinenmechaniker, legte nach Feierabend zuhause Hand an. Schaffte bald die Meisterprüfung und übernahm den Betrieb in der 6. Generation. Der alte Betriebsstandort in der engen Ortsmitte, war für die nun aufstrebende Werkstatt viel zu eng. Erich Humbert baute am südlichen Ortsrand eine moderne Reparatur- und Produktionshalle , samt Wohnhaus. Geregelten Feierabend gab es kaum, denn die Landwirte kamen mit defekten Geräten, die sofort wieder gebraucht  wurden, so lange es Tag war.

Vor acht Jahren ist Sohn Georg mit einem florierenden Kfz-Reparaturbetrieb mit in die Halle eingezogen. Daher ist garantiert, dass, mit  insgesamt sieben Mitarbeitern auch mit der 7. Generation künftig viel Treiben am südlichen Ortseingang herrscht.

Die Zeiskamer Sportlerfamilie gratuliert ihrem hochverdienten Mitglied recht herzlich. Wer dem Jubilar, der noch lange nicht die Hände in den Schoß legen will, ebenfalls gratulieren möchte, trifft ihn heute zuhause an, ausnahmsweise mal nicht im Blaumann.

Roland Humbert