Vorschau: TB Jahn Zeiskam - FC Speyer 09

Mittwoch 1.5.2019,  15:00 Uhr

 

Am Mittwoch nach der Partie in Rüssingen tritt der TB Jahn zu Hause gegen den FC Speyer an. Für die Rheinstädter ist die Saison eigentlich schon gelaufen. Der FC steht mit 37 Punkten jenseits von Gut und Böse. In der Domstadt klingt die Runde langsam aus. Die Planungen richten sich auf die kommende Saison. Die wichtigste Personalie wurde schon geklärt. Ralf Gimmy, seit der Saison 2012/13 Cheftrainer in Speyer, wird auch in der kommenden Runde sportlich das Sagen haben.

In Speyer macht man keinen Hehl daraus, dass man die Oberliga anvisiert. Es gibt wenige Vereine, die bessere Voraussetzungen haben. Der 2009 neu aufgestellte FC, der aus der Fusion des traditionsreichen FV und des VfR Speyer hervorgegangen ist, gehört erst seit 2016 der Verbandsliga an. Nach dem Ende des FV musste man als FC 09 in der Spielklasse des VfR antreten und dies war die Bezirksliga. Es folgten zwei rasche Aufstiege. Der neue Verein verfügt im Verbandsgebiet über eine Infrastruktur wie wenig andere Konkurrenten. Der FC 09 ist gut aufgestellt. Die Sportanlagen sind relativ neu, großzügig angelegt und ausbaufähig. Die Unterstützung durch Stadt und privaten Investoren ist vorhanden. Sportlich ist man von der Jugend, männlich und weiblich, bis zu den Aktiven vertreten. Was nun noch fehlt, der Aufstieg der ersten Mannschaft, zunächst einmal in die Oberliga, soll bald Wirklichkeit werden.

Einen Hauch von Oberliga erlebte man in Speyer erst vor kurzem. Im Halbfinale des südwestdeutschen Verbandspokals war Wormatia Worms zu Gast. Vor einer beachtlichen Zuschauerkulisse mussten sich die Gastgeber trotz heftiger Gegenwehr dem Regionalligisten geschlagen geben.

Der Trainer und sein Stab, dazu zählen die beiden Co-Trainer  Andreas Backmann und Andreas Holdermann, der in den 90er Jahren das TB Jahn Trikot getragen hat, können auf eine gestandenen Mannschaft zählen. Zum jetzigen Stand kann man die nächste Saison in Speyer mit fast allen Spielern des heutigen Kaders planen. Die bisherigen Stützen des Teams, allen voran Marvin Sprengling, werden sehr wahrscheinlich auch in der nächsten Runde auflaufen. Den Verein verlässt Mauritio de Vico, der aktuelle Kapitän des Teams. Er schließt sich dem designierten Verbandsligaaufsteiger SV Rülzheim an. Der FC hat dafür umgehend Anes Klicic vom TB Jahn für die Abwehrreihe verpflichtet. Der Bosnier, erst wenige Wochen vorher in Zeiskam vorgestellt, hat nach seiner Präsentation sofort das Interesse der finanzkräftigen Vereine der Umgebung geweckt. Der Spieler konnte dem Angebot des FC Speyer nicht wiederstehen.

Dieser Wechsel von Zeiskam nach Speyer kam in der Vergangenheit selten vor. Den umgekehrten Weg haben in den letzten Jahren einige Spieler eingeschlagen. Im aktuellen Zeiskamer Kader stehen mit Eric Biedenbach und Muhammed Bahar noch zwei früherer Akteure des FC. Auch Marian Kolb hat eine Speyerer Heimat. Alexander Reichert, der zweite Torwart des TB Jahn, sieht seine Spielerkarriere nach einer erneuten Knieverletzung als beendet an. Fabian König hat sich vor wenigen Wochen vorzeitig vom TB Jahn verabschiedet. Vorher war noch Steffen Burnikel für ein Jahr in Zeiskam gewesen, bevor er zunächst zum FC zurückkehrte um diesen kurz darauf auch schon wieder zu verlassen.

In den bisherigen fünf Begegnungen seit dem Aufstieg der Rheinstädter gab es für den TB Jahn nicht viel zu erben. In der ersten Partie im Jahr 2016 gelang zu Hause noch ein Unentschieden. Das war es aber auch schon. Es folgten zwei Speyerer Heimsiege und im der letzten Saison auch noch ein Sieg in Zeiskam. In der Vorrunde erreichte die Elf von Sahin Pita immerhin ein weiteres Unentschieden in Speyer. Die Gastgeber waren an diesem Tag über weite Strecken deutlich überlegen, verpassten aber ihre knappe Führung auszubauen. So kamen die Zeiskamer, die schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison mit dem letzten Aufgebot angetreten waren, in der Schlussminute noch zum Ausgleichstreffer. Vor diesem Spiel war der FC noch auf Tabellenplatz drei gestanden. Danach rutsche man etwas ab. Mittlerweile steht man auf Platz sieben. Mit weiteren fünf Mannschaften bildet man das bereits aussichtslos abgeschlagene Verfolgerfeld hinter den beiden Spitzenreitern. Für die Gäste geht es in dieser Partie nur noch um die Ehre.