TuS Rüssingen - TB Jahn Zeiskam 1 : 2 (1:1)

Rüssingen war die Reise wert. Nach 90 umkämpften Minuten brachte der TB Jahn vielleicht glücklich, in keinem Fall unverdient, drei Punkte mit nach Hause. Über weite Strecken des Spiels waren die Blau-Weißen die bessere Mannschaft. In der stärksten Phase der Gastgeber, etwa 20 Minuten in der zweiten Hälfte, hatten sie außerdem nach Kontern einige fast sichere Torchancen auf dem Fuß, die eine frühe Entscheidung bedeutet hätten.

Nach einem guten Beginn der Zeiskamer kam nach zehn Minuten erstmals Unruhe beim mitgereisten Anhang auf. Die Zeiskamer Offensive kam gefährlich in den Strafraum der Gastgeber. Anes Klicic hatte mit einem Kopfball nach einer Ecke Pech und Christian Liginger verpasste einen Querpass von links, nur zwei Meter frei vor dem Tor. Die Überraschung war für ihn zu groß, als der vom ihm postierte Abwehrspieler den Ball hatte passieren lassen.

Die Gastgeber blieben nichts schuldig. Ihre Stärke hatten sie nach Standardsituationen. Doch zunächst behielten die Jahn Abwehr die Übersicht. Gegen die großgewachsenen Spieler der Gastgeber, die bei Freistößen und Eckbällen aufrückten, konnten sich Anes Klicic, Marian Kolb und die gesamte Defensivabteilung des TB Jahn behaupten. Nach 35 Minuten bekamen die Gäste einen Freistoß etwa 20 Meter vor dem Tor in halblinker Position zugesprochen. Eric Biedenbach trat an. Er schoss flach und der Ball blieb beinahe in der Mauer hängen. Er prallte ab und vor die Füße des aufgerückten Marian Kolb, der zum 0:1 einschieben konnte. Die Freude über die Führung hielt gerade einmal zwei Minuten. Ein Ballverlust auf der rechten Zeiskamer Angriffsseite führte zu einem schnellen Angriff der Gastgeber. Der Stürmer des TuS konnte nur knapp vor der Strafraumlinie mit unfairen Mitteln gestoppt werden. Dieser Freistoß, knapp vor das Zeiskamer Tor und über die gesamte Abwehr getreten, landete am langen Pfosten, wo zwei Rüssinger Spieler einsam vor dem leeren Kasten standen. Einer musste nur zum Ausgleich einschieben. Der TB Jahn hatte bis zur Pause noch eine Möglichkeit, als Eric Biedenbach es mit einem Distanzschuss versuchte. Der Torwart ließ die Kugel  abprallen, aber Christian Liginger und Sebastian Meyer konnten die sich bietende Chance wenige Meter vor dem Tor nicht nutzen.

In der zweiten Hälfte investierten zunächst die Gastgeber wesentlich mehr. Sie zeigten, dass sie durchaus spielerische Qualitäten besitzen. Aber, sie hatten, wie auch die Gäste, Probleme mit der etwas rauen Spielfläche. Daran scheiterten ihre Angriffsaktionen allerdings nicht. Sie wurden oft schon vor dem Strafraum gestört oder sie wurden von der Zeiskamer Abwehr im Strafraum gestoppt. Die Elf von Sahin Pita geriet dennoch unter Druck, weil die Gastgeber es verstanden, Freistöße und Eckbälle herauszuarbeiten. Damit sorgten sie weiterhin für erhebliche Gefahr. Die Jahn-Defensive behielt jedoch Ruhe und Übersicht. Auf der Gegenseite hatte Maurice Hafner nach einer Stunde eine gute Zeiskamer Torchance, die ungenutzt blieb. Erleichterung kam erst auf, als Sebastian Meyer nach 65 Minuten einen Konter zur 1:2 Führung verwerten konnte. Der bis zur Mittellinie aufgerückte TuS-Torwart brachte den Ball nicht zum eigenen Mitspieler. Sein Zuspiel gelangte in die Zeiskamer Reihen. Ein langer Pass von Christian Liginger in den Strafraum brachte die Zeiskamer Angreifern in Überzahl. Sie schienen allerdings unschlüssig, wie sie diesen Vorteil verwerten sollten. Letztlich nutzte Sebastian Meyer die Konfusion beider Seiten und traf ins Netz. Und nur wenig später hatte Maurice Hafner erneut die Chance seine Torquote zu erhöhen. Er kam acht Meter vor dem Tor, völlig alleingelassen von allen Abwehrspielern, zum Kopfball, den er aber am rechten Torpfosten vorbei setzte, 

Die Schlussphase wurde dramatisch. Es kam Hektik vor allem auf Seiten der Gastgeber auf. Dies führte 12 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zu einer Gelb-Roten Karte für den TuS. Dennoch war die Partie damit nicht gelaufen. Es blieb spannend bis zur 94. Minute, als das Spiel, für den TB Jahn endlich, beendet war.

Die Mannschaft hat in dieser Begegnung gezeigt, was in ihr steckt. Alle Spieler haben ihr Möglichstes gegeben und  gekämpft, wie man es in den Wochen vorher vermisst hatte. Sie haben auf dem schwer bespielbaren Platz, wenn es möglich war, auch spielerisch gefallen. Die Leistung an diesem Sonntag lässt die Hoffnung auf ein gutes Ende dieser Saison wachsen.

Es spielten: Steffen Heß  - Hendrik Streib, Anes Klicic, Marian Kolb, Philipp Mees  - Sebastian Meyer, Simon Stubenrauch, Lukas Bauer  - Chrsitian Liginger Max Weilbach), Maurice Hafner (Simon Pongratz)  -  Eric Biedenbach (Serkan Toker)